Was von der Karrierefrage vorerst übrig bleibt

In meinem letzten Blogpost habe ich davon erzählt, wie sehr mich ein Gespräch, was eigentlich zur Entwicklung und Setzung persönlicher Ziele hätte dienen sollen, zurückgeworfen und enttäuscht hat.


Diese Enttäuschung hat mich sehr nachdenklich gemacht und ich habe mir die Frage gestellt, wieso mir dieses ganze Karrierethema überhaupt so wichtig ist.

 

Warum suche ich Anerkennung?

Warum vergleiche ich mich mit meinen Kolleginnen  und Kollegen?

Warum vergleiche ich mich mit meiner Freundesgruppe?

Warum denke ich, bereits wissen zu müssen, wo ich in fünf Jahren stehen möchte?

 

Je mehr ich über die Antworten nachgedacht habe, desto weniger ging es wirklich um die um Karriere an sich.

Stattdessen geht es um Identität und damit verbundene Erwartungen.

Um die Unsicherheiten, die nicht zwingend etwas mit dem Job oder einer Karriere zu tun haben.


Meine Freunde um mich herum schließen nun langsam ihre Studien ab und finden ihren Weg.

Es fühlt sich einfach unangenehm an, die Einzige zu sein, die planlos von Tag zu Tag geht.

Manchmal muss man unangenehme Situationen eben aushalten, um wachsen zu können…


Als ich diese Reihe begonnen habe, war ich überzeugt, dass das Jahresgespräch mir endlich Klarheit bringen würde.

Ich habe recherchiert, Artikel gelesen, Fortbildungen gesucht und mich sogar für einen Kurs angemeldet.


Nichts Weltbewegendes.

Für mich war es trotzdem ein großer Schritt.

Ein Versuch, dem näher zu kommen, was sich hoffentlich irgendwann wie eine Richtung anfühlt.


Keine Sorge, diese Reihe endet hier noch nicht.


Ich habe die Suche nach Antworten noch nicht aufgegeben!

Aber ich möchte den Sommer und die anstehenden Urlaube nutzen, um den Fokus für eine Weile zu verschieben.

Weg von Karriereleitern, Entwicklungsplänen und Fünfjahreszielen.

Hin zu mir selbst.


Denn vielleicht muss ich nicht zuerst herausfinden, welchen Weg ich gehen möchte.

Vielleicht muss ich zuerst herausfinden, wer die Person ist, die ihn gehen soll.


Diese Reihe bleibt also vorerst unvollendet.


Ich werde aber natürlich weiterhin darüber schreiben, wenn sich neue Fragen ergeben, sich Türen öffnen oder ich neue Erkenntnisse sammle, die es wert sind, festgehalten zu werden.

Ich hoffe darauf, unterwegs Antworten zu finden.

Vielleicht entstehen aber auch neue Fragen.


So oder so werde ich euch daran teilhaben lassen!