Die ganze letzte Woche habe ich in Kroatien verbracht, und es war einfach nur schön!
Ich hatte das Hotel zufällig auf einem Online- Reiseportal gefunden und war sofort begeistert.
Die Zimmer sahen wunderschön aus, die Pools waren blau und klar und das Meer samt eigenem Strandbereich lag direkt vor der Türe.
Das Hotel schrie förmlich nach mir!
Die letzten Urlaube waren immer total verplant: Wir mussten unbedingt in bestimmte Restaurants gehen, die Reservierungen für etliche Museen standen schon fest und es wurden tausende Schritte gesammelt.
Bei diesen engen Zeitplänen blieb nur wenig Platz für Entspannung.
Obwohl ich sehr gerne viel unterwegs bin und mir nichts entgehen lassen möchte, hatte ich mich diesen Urlaub bewusst dagegen entschieden- Ich wollte einen Relaxurlaub!
Ich wollte lesen, auf meinem Reifen im Meer treiben, Eis essen und spontan in das Restautrant gehen, auf das ich gerade Lust hatte.
Die Autofahrt verlief zu meiner Freude ganz ohne Stau und wir kamen pünktlich zum Check-In beim Hotel an.
Die Luft roch frisch, ich konnte das Meeresrauschen und die Möwen schon hören und konnte es kaum erwarten, das Zimmer zu sehen.
Auf dem Zimmer angekommen beschlossen wir, uns in unser erstes Strandoutfit zu werfen und den restlichen Tag auf einer Sonnenliege am Strand zu verbingen.
Ich könnte noch den restlichen Artikel darüber schwärmen, wie schön das Hotel, wie frisch das Essen, wie sauber die Luft und das Meer waren.
Aber das soll hier nicht das Hauptthema sein.
Es soll um Entspannung gehen.
Entspannung ist für mich wahnsinnig schwierig.
Ich weiß nie recht, was ich mit meiner Zeit anfangen soll, möchte aber geichzeitig so produktiv wie möglich sein und nichts verpassen.
Social Media gibt uns oft vor, wie ein perfekter Urlaub auszusehen hat, und wie man seine Zeit am besten nutzen könnte.
Das kann, wenn auch nur unbewusst, zu Stress und FOMO führen.
Hier sind einige Tipps, die mir diesen Urlaub geholfen haben, mich wirklich entspannen zu können:
Strand= handyfreie Zone!
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, mein Handy auf dem Zimmer zu lassen. Leider neige ich dazu, wie viele andere auch, mein Handy ständig in der Hand zu halten, damit herumzuspielen oder auf Social Media zu scrollen. Das konnte ich am einfachsten vermeiden, indem ich es auf dem Zimmer ließ.
Mein Freund hatte sein Handy mit, damit wir bei Notfällen erreichbar waren.
Durch die fehlende Ablenkung konnte ich die Tage am Strand viel besser wahrnehmen, mir fielen kleine Details auf, ich beobachtete die Vögel in den Bäumen und wie andere Menschen ihren Strandtag verbrachten.
Und ich habe so viel gelesen wie noch nie!
Ich merkte wirklich von Tag zu Tag, wie ich das Handy weniger vermisste- Ich genoss es richtig, ohne Ablenkungen lesen zu können.
Maybe it is the damn phone…
Bewusst in den Tag starten
Nach dem Aufwachen, natürlich ohne Wecker, verbrachte ich etwas Zeit auf dem Balkon oder griff nach meinem Buch statt meinem Handy.
Ich hatte auch mein Tablett dabei, auf dem ich morgens oft Sims spielte, anstatt durch Instagram zu scrollen und mich in der fehlenden Perfektion meines Urlaubs oder meiner Outfits zu verlieren.
Beim Frühstück nahm ich mein Handy auch nicht mit, sondern plante lieber mit meinem Freund, wie wir den Tag verbringen wollten.
Auf die Bedürfnisse hören
Im Urlaub habe ich immer das Gefühl, dass ich die Zeit maximal ausnutzen muss. Ich muss den ganzen Tag mit Aktivitäten verplanen, den Pool so viel nutzen wie möglich, alle Restaurants probieren und darf ja nicht zu wenig im Meer schwimmen. Jede Minute muss mit „Urlaub“ ausgefüllt sein.
Diesmal wollte ich an einem Tag lieber auf dem Zimmer als am Pool sein- Mir war einfach zu heiß und ich wollte duschen.
Normalerweise hätte ich diesem Gefühl oder Bedürfnis nach Ruhe nicht nachgegeben, aber ich merkte, wie sehr mein Körper eine Pause brauchte. Nach der Dusche und einem Nickerchen ging es mir gleich viel besser, und wir entschieden uns spontan in eine Bar zu gehen.
Spontanität zulassen
Beim Essengehen orientiere ich mich in meinen Urlauben meistens an trendigen Lokalen oder Vorschlägen von Freunden. Diesmal haben wir uns einfach jeden Abend treiben lassen und waren sogar zweimal im gleichen Lokal, weil uns das Essen dort einfach so gut geschmeckt hat.
Auch die Aktivitäten buche ich meistens im Voraus, obwohl das oft gar nicht notwendig ist. Außerdem führt das frühe Buchen oft dazu, dass ich am Tag selbst dann gar keine Lust auf die Aktivität habe oder wir doch gerne etwas anderes gemacht hätten, was eher zum Wetter oder zur Stimmung gepasst hätte.
Das fehlende Programm machte uns richtig Lust etwas zu unternehmen. So stießen wir auf eine Website, bei der geführte Kajaktouren, genauer gesagt Glas-Kajaktouren, angeboten wurden.
Wir haben die Tour spontan am Vortag gebucht und haben das keine Sekunde lang bereut!
Das Erlebnis war unvergesslich und ich freute mich total darüber, dass ich mich einmal etwas Neues getraut hatte.
Zuguterletzt:
Es ist DEIN Urlaub. Verbringe ihn so, wie es für dich am besten passt- höre auf deinen Körper und lass dein Handy vielleicht einmal für einige Stunden aus der Hand.
Was ist dir bei deinem Urlaub am Wichtigsten? Schreibe mir gerne!
