Wofür steht irgendwodazwischen?

Als ich in der Schule nach meinen Zielen gefragt wurde, hatte ich keine Antwort. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie der perfekte Job und das perfekte Leben aussehen könnten. Das hat mich schon ziemlich bedrückt. Gerade weil die anderen scheinbar immer mehr einen Plan hatten. Manchmal wirkt es, als wäre ich die Einzige, die noch nicht verstanden hat, wie das alles funktioniert. Als würde ich etwas übersehen, das für alle anderen offensichtlich ist.

 

Ich bin einfach irgendwo dazwischen.

 

Ich habe immer wieder neue Jobs probiert, die sich dann nach einiger Zeit doch nicht mehr richtig angefühlt haben. Ich hatte immer ein unangenehmes Gefühl zwischen „Das wird schon!“ und „Was, wenn nicht?“.

Mein Hauptgedanke war immer, dass ich mit Mitte 20 schon noch eine Richtung oder einen groben Plan hätte. Nicht den ganzen, aber wenigstens eine Ahnung. Dieser Gedanke hat mich dann nach dem Abbruch meines zweiten Studiums gänzlich verlassen und das Gefühl von Orientierungslosigkeit wurde noch stärker.

 

Alles fühlt sich offen und ungewiss an.

 

Ich habe alles ausprobiert: Videos. Blogs. Tipps. Am Ende hatte ich nur das Gefühl, noch weniger zu wissen, und dass die meisten Tipps nur für jene Leute wirklich hilfreich sind, die schon eine grobe Idee davon haben, wer sie sind und was sie erreichen möchten. Sie dienen eher dem Feinschliff, als bei der direkten Suche nach Antworten zu helfen.

 

Es gibt Tage, da macht mir das Angst- Wieso helfen mir die ganzen Tipps, Bücher und Videos nicht? Wieso habe ich als gefühlt Einzige keinen Plan? Wieso fange ich dauernd etwas an, um es am Ende dann doch nur wieder abzubrechen?

Hin und wieder fühlt es sich aber auch nach Freiheit an. Ich bin jung, es stehen mir unzählige Wege offen. Ich bin wissbegierig und lasse mich vom Leben tragen. Ich habe keine Angst davor, die Chancen anzunehmen, die auf mich zukommen.

 

Genau dieses Dazwischen hat mich zu diesem Blog inspiriert. Ich habe kein klares Ziel, aber ich stehe auch nicht komplett still. Ein Zustand, den niemand wirklich beschreibt. Vielleicht haben alle anderen einen Plan. Vielleicht sind sie aber auch einfach nur gut darin, so zu tun, als wüssten sie, was sie machen. Ich glaube nicht, dass ich alleine damit bin. Auch wenn es sich oft so anfühlt.

 

Vielleicht bist du ja auch irgendwo dazwischen. Dann bin ich damit zumindest nicht mehr allein.